Gute Bedingungen am ersten Renntag der Patrouille des Glaciers

19.04.2018 | Kommunikation Verteidigung

Rund 4800 Personen aus 28 Ländern, aufgeteilt auf zwei Renntage und zwei Strecken zwischen Zermatt und Verbier, nehmen an der diesjährigen Patrouille des Glaciers teil. In der Nacht auf den Mittwoch ist die erste Runde über die Bühne gegangen. Hinter dem hochalpinen Grossanlass steht die Schweizer Armee als Organisatorin.

 

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Rund 2000 Läuferinnen und Läufer nahmen die diesjährige Patrouille des Glaciers in der ersten Rennnacht unter die Skier.

In der ersten von zwei Rennnächten der diesjährigen Patrouille des Glaciers (PdG) sind am 17. April 319 Dreierteams in Zermatt für die Langstrecke  an den Start gegangen. Bei der Passage in Arolla kreuzten sie jene 396 Mannschaften, welche die Kurzstrecke unter die Skier nahmen. Die Langstrecke von Zermatt nach Verbier geht über 53 Kilometer und einen Gesamtaufstieg von fast 4000 Höhenmetern, vor allem in hochalpinem Gelände. Die Kurzstrecke von Arolla nach Verbier misst 26 Kilometer und umfasst 2000 Meter Steigung.

Am Ende kamen insgesamt 1840 Patrouilleure, also rund 580 Teams, in Verbier an. 112 Teams mussten aufgeben oder wurden disqualifiziert, weil sie die Zeitvorgaben überschritten. Die erste Rennnacht auf der Langstrecke gewann das Team SC Goms mit Matthias Imsand, Markus Julier und Yanick Gundi in 7 Stunden und 7 Minuten. Das beste Damenteam war das Walliser «Team Raiffeisen F1» mit Emily Vaudan, Anne Favre und Vanja Kistler. Das beste Trio in der Kategorie Militär war das Team Heida, ebenfalls aus dem Wallis, mit den Soldaten Achim Zimmermann, Daniel Stoffel und Stefan Kreuzer auf dem neunten Gesamtrang.

Durchführung wäre ohne die Armee unmöglich 

Die diesjährige, 21. Patrouille des Glaciers war von den aussergewöhnlichen Schnee- und Wetterverhältnissen dieses Winters sowie von den hohen Temperaturen in der Rennnacht selbst geprägt. Die Nullgradgrenze war erst auf 3600 Meter erreicht, es herrschte Lawinengefahr der Stufe drei. Die Vorbereitungen hatten mehrere Wochen gedauert und forderten die eingesetzten Truppen sehr stark. «Nur dank einem unermüdlichen und motivierten Einsatz der militärischen und zivilen Helfer konnten wir den Plan einhalten», wie der Kommandant PdG, Oberst Max Contesse, an der Medienkonferenz vom Dienstagnachmittag sagte. «Die Sicherheit ist das wichtigste», betonte Contesse weiter. Und damit war die Sicherheit sowohl der Teilnehmer wie auch der insgesamt 2000 Armeeangehörigen gemeint, welche an verschiedenen Standorten im Wallis und mit unterschiedlichen Funktionen die Durchführung der Patrouille des Glaciers erst ermöglicht haben.

Eine besonders grosse Rolle spielten die Lufttransporte vom Stützpunkt Satarma bei Arolla aus. Drei Superpumas und vier EC-635-Helikopter flogen während fast vier Wochen jeden Tag das militärische Personal ein und bestückten die Posten. Anschliessend flogen sie Tonnen für Tonnen Material auf die vielen kleineren und grösseren Standorte. Die Vorbereitungen seien nicht einfach gewesen. «Das Wetter ist halt, wie es ist. Doch unsere Helikopterpiloten sind auch für schwierige Bedingungen ausgebildet und kommen damit klar», sagte Oberstleutnant Patrick Voutaz, Kommandant der temporären Helikopterbasis.

Die Aufbauarbeiten konnten schliesslich rechtzeitig abgeschlossen werden. Das Rennen fand auf einer gut präparierten Strecke bei guten Wetterbedingungen statt. Die Läufer zeigten sich zufrieden mit den idealen Bedingungen und bedankten sich bei den Organisatoren. Trotz der schwierigen Wettverhältnisse hätten sie gute Bedingungen für das Rennen vorgefunden.

Für die Nacht vom Freitag, 20. April auf den Samstag ist der zweite Durchgang mit denselben Strecken vorgesehen. Eingeschrieben sind 460 Teams mit Start in Zermatt und 407 ab Arolla. Das Kommando der PdG hat den Start wegen der erwarteten hohen Temperaturen aus Sicherheitsgründen an beiden Standorten um eine Stunde vorverschoben. Somit findet der erste Start in Zermatt um 21 Uhr, in Arolla um 2 Uhr statt.