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Beförderungen und Mutationen im Oberwalliser Offizierskorps

 

Walliser Bote
Freitag, 02. Februar2018


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OBERWALLIS | Am 1. Januar 2018 startete die Armee mit umfangreichen organisatorischen Anpassungen im Rahmen der Weiterentwicklung der Armee (WEA) in eine neue Ära. Mit dieser Reform will sich die Armee modern und flexibel für die Zukunft ausrichten: Deutliche Verbesserungen in der Bereitschaft, der Kaderausbildung, der Ausrüstung und eine stärkere regionale Ausrichtung sind die vier kernpunkte der WEA. Auch in der neuen Armeeorganisation zeigen Oberwalliser Offiziere ein hohes Engagement und übernehmen neue, herausfordernde Funktionen. Die Oberwalliser Offiziersgesellschaft bedankt sich in einer Mitteilung bei allen Funktionsträgern für die Bereitschaft, mehr für ihr Land und die sicherheit zu leisten, als von ihnen verlangt wird. Sie gratuliert den unten aufgeführten Offizieren zur Beförderung/Mutation und wünscht ihnen in der Ausübung ihrer neuen Funktion viel Erfolg.

Beförderungen

Zum Oberst

Schmid Alexander, Glis

Zum Oberstleutnant

Tannast Richard, Blatten

Zum Major i Gst

Carrozza Dario, Bettmeralp

Zum Major

Bregy Lukas, Visp
Füglistaler Roman, Susten
Gruber Patrick, Grächen
Hildbrand Dario, Naters
Murmann Adrian, Bitsch.

Zum Hauptmann

Aeberhard Kevin, Zermatt
Bittel Emanuel, Salgesch
Bregy Thomas, Naters
Bonani Alain, Naters
Detta Carlo, Naters
Imboden Marco, Glis
Minnig Yannick, Naters

Zum Oberleutnant

Bittel Matthias, Susten
Burgener Raphael, Baltschieder
Coppex Kilian, Mörel
Ebiner Raphael, Ferden
Giroud Yannick, Salgesch
Keller Nicolas, Steg
Schmid Carlo, Bürchen

Zum Leutnant

Amacker Emmanuel Raphael, Eischoll
Brigger Lucien, Naters
Imboden Tizian, Visp
Kalbermatten Patrick, Visp
Rakovic Luca, Grengiols
Tedeschi Kai, Gampel

Ernennungen
Zum Fachoffizier (Oberstleutnant)

Rieder Christian, Wiler

Zum Fachoffizier (Major)

Gundi David, Glis
Schöni Marco, Glis

Zum Fachoffizier (Hauptmann)

Ambord Frank, Glis
Bizeau Patrick, Brig
Furrer Stefan, Visp
Kreuzer Michael, Visp
Kronig Raphael, Ernen

Funktionswechsel der Höheren stabsoffiziere (HSO) und Ehrenmitglieder der OGO

Divisionär Halter Jean-Marc, vom Chef Führungsstab der Armee zum zugeteilten HSO-Chef der Armee (CdA)
Divisionär theler Jean-Paul, vom Chef Führungsunterstützungsbasis (FUB) zum Projektleiter Unterstützungskommando
Brigadier Seewer Germaine wird als Chefin Personelles der Armee bestätigt

Aus der Dienstpflicht entlassen

Oberstleutnant Mathieu Roger, Greich
Major Bellwald Alfons, Wiler
Hauptmann Fux Rainer, Brig
Hauptmann Loretan Willy, Brig
Oberleutnant Anthamatten Matthias, Bitsch
Oberleutnant Biaggi Claudio, Visp
Oberleutnant Blötzer Amadeus, Ferden
Oberleutnant Volken Helmut, Glis
Oberleutnant Zeiter Diego, Eyholz

Das Kommando Militärpolizei im Wallis

Stab Kommando Militärpolizei

Kommandant, Brigadier Schatzmann Hans
Kommandant, Stellvertreter, Oberst i Gst Schalbetter Christophe
Stabschef, Oberst i Gst Mudry André

Einsatzkommando Militärpolizei

Kommandant, Oberst i Gst Haggenmüller Mark
Kommandant Stellvertreter, Major i gst Filliez Raphaël

Einsatzkommando Militärpolizei Sicherheitsdienst

Kommandant, Oberst Balmer Michel
Kommandant Stellvertreter, Oberstleutnant Jahn Matthias

Kommando Kompetenzzentrum Militärpolizei

Kommandant, Oberst i Gst Gaillard Yves
Kommandant Stellvertreter, Oberstleutnant i Gst Eyer Robert-P.

Kommando Militärpolizei Unteroffiziers- und Rekrutenschule 19 (Kdo Mp UOs/rs 19)

Kommandant, Oberst i Gst Zuber Robert
Kommandant Stellvertreter, Oberstleutnant i Gst Salamin Dirk

 

 

F/A-18 – Luftpolizeidienst sichergestellt

Bern, 31.01.2018 – Die Überprüfung der beiden für den Luftpolizeidienst bestimmten F/A-18 Hornet hat keine Beanstandung ergeben. Somit ist der Luftpolizeidienst wieder gewährleistet. Die Kontrolle wird an den restlichen F/A-18 weitergeführt.

Die Entdeckung eines Bruchs an einem Befestigungsscharnier der Landeklappe einer F/A-18C Hornet (VBS-Medieninformation vom 31.01.2018) führte zur Einleitung der Überprüfung aller Flugzeuge. Mit erster Priorität wurden dabei die beiden für den Luftpolizeidienst (LP24) eingesetzten Flugzeuge überprüft. Die Überprüfung konnte Mittwochnachmittag abgeschlossen werden und ergab keine Beanstandung. Somit stehen diese F/A-18 Hornet ab morgen früh wieder uneingeschränkt für Luftpolizeidienste zur Verfügung. Die weiteren im Flugdienst der Luftwaffe eingesetzten F/A-18 sind aktuell in der Kontrolle oder stehen kurz davor. Es wird davon ausgegangen, dass bis am Donnerstagabend alle F/A-18 überprüft sind.

 

Die Überprüfung der Flugtüchtigkeit und -sicherheit ist eine Vorsichtsmassnahme, nachdem am 29.01.2018 anlässlich einer Zwischenflugkontrolle einer F/A-18C Hornet ein Bruch in einem Befestigungsscharnier der Landeklappe entdeckt wurde. Mittels einem speziellen Gerät wurden die Befestigungsscharniere untersucht und überprüft, um in den entsprechenden Bauteilen allfällige Risse zu entdecken. Das in der Fachsprache zerstörungsfreie Werkstoffprüfung (Non Destructive Inspection) genannte Verfahren ermöglicht auch kleinste Risse festzustellen.

 

Pro Flugzeug beträgt der Arbeitsaufwand inklusive den Vorbereitungsmassnahmen durchschnittlich zwei bis drei Stunden.

 

(C) Schweizer Armee

leadership talks 2018

PDF / Flyer: 85_104_d_Flyer_LeadershipTalks

Programm Donnerstag, 11.01.2018

Die leadership talks beginnen um 13:15 Uhr und enden ca um 17:00 Uhr.
Alle Referate und Podien werden dreisprachig simultanübersetzt.
Nachfolgend unser Programm:

Begrüssung der Teilnehmenden


Leadership Talks 2018

Jürg Stahl
Nationalrat
Nationalratspräsident 2017

Professor Jean-François Manzoni
Präsident IMD Lausanne

Nicole Brandes
Unternehmerin
Denkerin der Zukunft im Business

Professor Stéphane Garelli
Gründer des IMD World Competitiveness Centre
ehemaliger Managing Director des WEF (World Economic Forums)
ehemaliger Managing Director Davos Symposiums

Korpskommandant Daniel Baumgartner
Chef Kommando Ausbildung ab 2018

 


Networking Break


 

Podium: „Future Leadership“

Teilnehmende:

 

Podium: „Nutzen der militärischen Führungsausbildung“

  • Welchen Nutzen hat mir die militärische Führungsausbildung gebracht?
  • Wie kann die Akzeptanz für den Arbeitgeber erhöht werden?
  • Wie stark soll sich die Armee den zivilen Bedürfnissen anpassen?

Teilnehmende:

  • Prof. Jürg Kessler, HTW Chur, Oberst i Gst
  • Roland Leuenberger, Unternehmer, FONTAVIS AG, Oberst i Gst
  • Roger Keller, Mitglied erweiterten Geschäftsleitung Neue Aargauer Bank, ehem Berufsoffizier, Oberst i Gst
  • Daniel Kämpfer, Kämpfer+Co. AG, Geschäftsführer, Oberst
  • Simon Michel, CEO der Ypsomed Holding AG und der Ypsomed Gruppe, Major

Oberwalliser Offiziere waren zu Besuch beim Open Air Gampel

Das OK des Open Air Gampel lud die OGO ein, am Samstag den 19.08.2017 eine Führung durch den Sicherheitskoordinator OAG im Backstage-Bereich durchzuführen. Die Führung war sehr aufschlussreich und hervorragend organisiert. Die OGO möchte sich für die Möglichkeit beim OK des Open Air Gampel bedanken. Ein grosser Dank geht an unser Mitglied, Oberleutnant Damian Schnydrig, er war für die Organisation und die Durchführung verantwortlich.

Gesamtnotfallübung 2017 mit dem Kernkraftwerk Mühleberg

Bern, 21.09.2017 – Unter der Leitung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz BABS wird vom 26. bis 28. September im Rahmen der Gesamtnotfallübung 2017 der Notfallschutz für das Kernkraftwerk Mühleberg überprüft. Beteiligt sind auch die bei einem KKW-Unfall verantwortlichen behördlichen Führungs- und Stabsorganisationen in der Schweiz und im benachbarten Ausland sowie wichtige operative Einsatzelemente.

Zur Überprüfung der Vorbereitungen für die Bewältigung eines möglichen Unfalls sind für die Schweizer Kernkraftwerke regelmässige Übungen vorgeschrieben. Grundsätzlich muss alle zwei Jahre eine Gesamtnotfallübung (GNU) mit einem der vier Kernkraftwerke und allen weiteren betroffenen Stellen durchgeführt werden. Geübt wird dabei die Bewältigung eines schweren Störfalls, bei dem eine grössere Menge Radioaktivität freigesetzt wird. In diesem Jahr findet die GNU turnusgemäss mit dem Kernkraftwerk Mühleberg statt.

Notfallorganisation im KKW und Zusammenarbeit der Notfallschutz-Partner

Im Zentrum der GNU 2017 steht der Notfallstab des Kernkraftwerks Mühleberg. Die Werksnotfallübung findet am ersten Tag der GNU 2017 statt. Dabei muss der Notfallstab unter Beweis stellen, dass er über das erforderliche Know-how für die Bewältigung eines schweren Störfalls verfügt und dass die dafür vorgesehenen Abläufe funktionieren. Er muss die erforderlichen Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt sowie des eigenen Personals rechtzeitig identifizieren, priorisieren und entsprechend umsetzen. Intensiv geübt wird auch das Zusammenspiel mit den externen Notfallorganisationen.

Die Zusammenarbeit der diversen Partner beim KKW-Notfallschutz bildet denn auch den zweiten Schwerpunkt der GNU 2017: Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI, der Bundesstab ABCN, die Nationale Alarmzentrale NAZ im Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, die Kantonalen Führungsstäbe von Bern und Freiburg sowie ausgewählte regionale Führungsstäbe üben das Zusammenwirken der Führungsorganisationen auf den verschiedenen Ebenen. Unter diesem Aspekt nehmen auch mehrere Stäbe aus dem benachbarten Deutschland teil. Ebenfalls beteiligt sind Betreiber von Kritischen Infrastrukturen, insbesondere aus dem Verkehrsbereich (Bundesamt für Strassen ASTRA, SBB, PostAuto) und aus dem Gesundheitswesen (mehrere Spitäler des Kantons Bern). Schliesslich werden spezielle Einsatzelemente wie die Probenahme- und Messorganisation, das externe Lager Reitnau und das System zur Information der Bevölkerung durch den Bund in Krisenlagen mit Radio (IBBK-Radio) beübt. Dabei werden die zivilen Organisationen durch spezielle Einsatzelemente der Armee unterstützt.

In der GNU 2017 wird nicht nur die unmittelbare Bewältigung eines KKW-Unfalls geübt, sondern auch der Übergang in die Bewältigung der mittel- und längerfristigen Unfallfolgen in den ersten Tagen nach dem Unfall. Dabei geht es darum, Auswirkungen auf das öffentliche Leben in diversen Bereichen wie Verkehr, Gesundheitswesen, Lebensmittelversorgung, Schulen etc. mit geeigneten Massnahmen möglichst zu begrenzen.

Homepage Schweizer Armee

Armee unterstützt Portugal in der Waldbrandbekämpfung

19.08.2017 | Kommunikation V

Am Samstagmittag ist ein Detachement der Schweizer Armee in Richtung Portugal abgeflogen. Spätestens ab Montag werden drei Helikopter und ein Team von rund 30 Angehörigen der Armee und Mitarbeitenden des VBS die portugiesischen Behörden und die Bevölkerung bei der Waldbrandbekämpfung unterstützen.

Am Samstagmittag ist ein Soforteinsatzteam (SET) aus Angehörigen der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und der Armee nach Portugal abgeflogen. Gleichzeitig startete auch das eigentliche militärische Einsatzdetachement. Dieses besteht aus drei Helikoptern des Typs Super Puma mit dem entsprechenden Personal und Einsatz-, respektive Unterhaltsmaterial.

Die drei Helikopter-Besatzungen werden aufgrund der langen Distanz bis zum Einsatzort unterwegs übernachten. Sie werden im Verlaufe des Sonntag Nachmittags ihr Einsatzgebiet erreichen und spätestens am Montag mit der Waldbrandbekämpfung beginnen. Ein entsprechendes Hilfsangebot der Schweiz wurde am Freitag von den portugiesischen Behörden akzeptiert. Der Einsatz der Armee wurde vom Bundesrat bewilligt und dauert voraussichtlich längstens bis am 28. August.

In Portugal sehen sich Bevölkerung und Behörden seit Wochen immer wieder mit heftigen Waldbränden konfrontiert. Gemäss Medienberichten wurden dabei alleine seit Anfang August mehr als 80 Menschen verletzt. Mitte Juni starben 64 Menschen bei verheerenden Waldbränden im Zentrum des Landes, mehr als 250 weitere wurden verletzt. Neben der Schweiz unterstützen auch andere Nationen wie Spanien, Frankreich und Marokko die portugiesischen Behörden.

Armee hilft mit Helikoptern bei Grossbrand im Kanton Schaffhausen

Löscheinsatz Super Puma

11.07.2017 | Kommunikation V

Die Schweizer Armee stand am vergangenen Wochenende zur Bekämpfung eines Grossbrandes in Merishausen (SH) im Einsatz. Die betroffene Zimmerei brannte am Samstag, 8. Juli 2017 bis auf die Grundmauern nieder. Dabei griff das Feuer auf einen nahegelegenen Wald über und setzte diesen an mehreren Stellen in Brand. Rund 100  Feuerwehrleute kämpften anschliessend, mit Unterstützung von zwei Helikoptern des Typs Super Puma der Luftwaffe, einem Super Puma der deutschen Bundespolizei sowie einem weiteren Helikopter der Kantonspolizei Zürich, um die Eindämmung des Brandherdes und die Löschung der Glutnester im nahe gelegenen Wald. Die Suche nach Glutnestern erfolgte mit dem FLIR, einer Wärmebildkamera der Armee. Am Sonntagnachmittag konnte die Unterstützung seitens der Armee beendet werden.

Langfristige Weiterentwicklung des Dienstpflichtsystems

Bern, 28.06.2017 – Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 28. Juni 2017 entschieden, die langfristige Entwicklung der Alimentierung von Armee und Zivilschutz mit qualifizierten Dienstpflichtigen näher zu untersuchen. Die Arbeiten sollen bis Ende 2020 erledigt werden. Grundlage dazu ist das von der Studiengruppe Dienstpflichtsystem empfohlene «norwegische Modell».

Im Auftrag des Bundesrates hat eine Studiengruppe unter der Leitung von alt Nationalrat Arthur Loepfe das Dienstpflichtsystem integral untersucht. Ihr Fazit: Es besteht keine unmittelbare Notwendigkeit, das Dienstpflichtsystem anzupassen. Der Bericht der Studiengruppe wurde am 6. Juli 2016 veröffentlicht. Der Bundesrat hat nun die öffentliche Diskussion des Berichts gewürdigt, die Grundfragen diskutiert und das weitere Vorgehen festgelegt.

Die Studiengruppe empfiehlt das «norwegische Modell» zur Weiterentwicklung des Dienstpflichtsystems. Es sieht vor, die Militärdienst- und die Schutzdienstpflicht auf Schweizer Frauen auszudehnen. Dienst leisten sollen jedoch nur diejenigen, die in Armee und Zivilschutz tatsächlich benötigt werden. Frauen und Männer sollen also stellungspflichtig sein, aber nur ein Teil von ihnen soll persönlich Dienst leisten. Die Studiengruppe argumentiert, dass die Armee im gegenwärtigen Rahmen langfristig Schwierigkeiten haben werde, die erforderliche Zahl qualifizierter Dienstpflichtiger zu gewinnen, weil die Anforderungen steigen.

Der Bundesrat will, dass dies genauer analysiert wird. Bei der Dienstpflicht für Frauen handelt es sich um eine sicherheitspolitische und gesellschaftspolitische Frage, die tiefgreifender diskutiert werden muss. Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Bundesrat der Ansicht, dass sich Frauen weiterhin freiwillig in Armee und Zivilschutz engagieren sollen. Dies soll gefördert werden.

Gezielte Massnahmen für personelle Alimentierung der Armee

Der Bundesrat erkennt einen Konflikt zwischen dem Ziel, dass Armee und Zivilschutz über die nötige Zahl an qualifizierten Dienstpflichtigen verfügen, und dem Ziel, dass möglichst viele Dienstpflichtige persönlich Dienst leisten sollen. Gemeint ist dabei nicht die Frage, wie viele Jahrgänge militär- bzw. schutzdienstpflichtig sein sollen. Es geht darum, ob anzustreben sei, dass die Quote der Dienstleistenden eines Jahrgangs möglichst hoch sein soll und dass Militärdiensttaugliche in jedem Fall gleich viele Diensttage zu leisten haben.

Der Bundesrat will in jedem Fall die personelle Alimentierung der Armee sicherstellen. Dazu haben das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) sowie das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung  Massnahmen ergriffen; weitere werden geprüft. Ziel ist es, die Tauglichkeitsquote zu stabilisieren, die Zahl der medizinischen Abgänge aus den Rekrutenschulen zu reduzieren und die Zahl der Wechsel aus der Armee in den Zivildienst nach absolvierter Rekrutenschule zu verringern. Der Bundesrat sieht im gegenwärtigen Verfassungsrahmen kaum Spielraum, den Vollzug der Militärdienstpflicht zu flexibilisieren.

Modelle

Die Studiengruppe hat die Bandbreite der Weiterentwicklungsmöglichkeiten des Dienstpflichtsystem mit vier Modellen dargestellt. Für alle Modelle ausser dem Modell «Status quo plus» müssten Artikel 59 und 61 der Bundesverfassung revidiert werden. Dazu besteht aus Sicht des Bundesrates vorderhand keine Veranlassung. Erst wenn dies Anpassung dieser Verfassungsbestimmungen ins Auge gefasst wird, sind weitere Arbeiten an den Modellen zweckdienlich. Vorerst sollen aus dem Modell «Status quo plus» einzelne, aber nicht alle Elemente umgesetzt werden. Das Modell «Sicherheitsdienstpflicht» ist in der vorliegenden Form nicht zweckmässig, das Modell «Allgemeine Dienstpflicht» kein tragfähiger Ansatz. Das «norwegische Modell» ist innovativ und zukunftsweisend.

Erfolgskontrolle und Analyse

Der Bundesrat hat das VBS beauftragt, die langfristige Entwicklung der Alimentierung von Armee und Zivilschutz mit qualifizierten Dienstpflichtigen aufzuzeigen. In dieser Analyse soll untersucht werden, wo Mangel herrscht, wie er sich entwickeln wird und ob er in Armee und Zivilschutz intern behoben werden kann oder struktureller Natur ist; das heisst, dass in Bildungslandschaft und Arbeitsmarkt genügend qualifizierte Personen vorhanden wären, aber aus der Teilmenge der militärdiensttauglichen Schweizer Männer zu wenig Dienstpflichtige mit den relevanten Qualifikationen zu gewinnen sind. Diese Arbeiten sollen bis Ende 2020 erledigt werden. In derselben Analyse soll auch aufgezeigt werden, ob die Weiterentwicklung der Armee und die bereits getroffenen Massnahmen zur Verbesserung der Alimentierung von Armee und Zivilschutz auf das Dienstpflichtsystem ausgewirkt haben werden.

Wehrpflichtersatzabgabe

Zu dem Vorschlag der Studiengruppe zur Wehrpflichtersatzabgabe hat sich der Bundesrat noch nicht geäussert. Das Thema soll bei der laufenden Revision des entsprechenden Bundesgesetzes unter Federführung des Finanzdepartementes diskutiert werden.

Homepage Schweizer Armee