Ernennung Stellvertreter Chef der Armee

Bern, 15.02.2017 – Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 15. Februar 2017 Korpskommandant Aldo C. Schellenberg per 1. März 2017 zum Stellvertreter Chef der Armee ernannt. Er übernimmt diese Funktion befristet bis zum 31. Dezember 2017, zusätzlich zu seiner Funktion als Kommandant Luftwaffe. Auf den 1. Januar 2018 muss die Stellvertretung des Chefs der Armee im Rahmen der WEA-Struktur neu beantragt werden.

Der 58-jährige Aldo C. Schellenberg hat an der Universität Zürich Betriebswirtschaft studiert und als Dr. oec. publ. promoviert. Von 2007 bis 2009 hat er an der Universität Bern ein Nachdiplomstudium in Wirtschaftsrecht mit dem Legum Magister abgeschlossen. Er kommandierte die Leichte Fliegerabwehr Lenkwaffenabteilung 12 und wurde als Generalstabsoffizier im Stab der Gebirgsdivision 12 und im Stab der Gebirgsinfanteriebrigade 12 eingesetzt. Auf den 1. Juli 2010 hat ihn der Bundesrat zum Kommandanten der Gebirgsinfanteriebrigade 12 ernannt unter gleichzeitiger Beförderung zum Brigadier. Brigadier Schellenberg wurde 2012 zum Chef Armeestab ernannt unter gleichzeitiger Beförderung zum Divisionär. Auf den 1. Januar 2013 erfolgte die Ernennung zum Kommandant Luftwaffe und die Beförderung zum Korpskommandanten. Der Chef VBS ernannte ihn per 1. Januar 2017 zudem als Projektleiter WEA für den Bereich Operationskommando.

Korpskommandant Schellenberg folgt auf den bisherigen Stellvertreter Chef der Armee, Korpskommandant Philippe Rebord, der per 1. Januar 2017 zum Chef der Armee ernannt wurde.

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In St. Moritz ist der Sänitatsdienst der Armee auf alle Eventualitäten vorbereitet

Eine der speziellen Dienstleistungen, die die Armee für die Ski-WM 2017 in St. Moritz bietet, ist der Sänitatsdienst. Durch die Installation von zwei modularen sanitätsdienstlichen Elementen (MSE2) und eine Sanitäts-Hilfsstelle (San His) verfügt die Armee über drei operative Standorte um sich um 80 Notfälle und über 600 Patienten – auch schwere Fälle – im Dorf und auf der Piste zu kümmern.

08.02.2017 | Kommunikation Verteidigung

Internationale Veranstaltungen wie die Ski-WM empfangen eine riesige Anzahl an Besuchern. Neben den zahlreichen Zuschauern und Athleten mit ihren Teams, sind in St. Moritz diverse Freiwillige unterwegs. Ihr Ziel ist es, die Veranstaltung zu einem Grosserfolg werden zu lassen.

Um eine ausreichende Gesundheitsversorgung für eine solche Menge an Besuchern zu gewährleisten, braucht es jedoch mehr. Hier bietet die Armee Unterstützung.  In den letzten Wochen installierte die mobile Logistik-Bereitschaftskompanie 104 (Mob Log Ber Kp 104) zwei Modulare Sanitätsdienstliche Elemente (MSE2) und eine Sanitäts-Hilfsstelle (San His). Diese umfassen drei OP-Säle und hunderte von Betten. Heute wird diese Instrastruktur an die San Kp 4 übergeben. Diese stellt den Betrieb bis zum Ende der Weltmeisterschaften sicher.

Ein erstes Feldspital wurde in der Nähe der Bühnen im Zielgelände eingerichtet und kann eingesetzt werden. Ein zweiter Posten fand seinen Platz im Dorf bei der alten Post. Mit dem Sanitätsposten, der auf der Medal Plaza installiert wurde, kann die Armee die Gesundheitsversorgung für 300 Personen gleichzeitig garantieren. Die Truppe ist in der Lage, ihre Dienstleistungen während den kommenden zwei Wochen für über 600 Personen anzubieten – darunter 120 in ernstem Zustand. Zusätzlich ist sie bereit, ihre Kapazität erheblich zu erhöhen, falls allfällige Ereignisse dies erfordern sollten.

Für die Soldaten der Mob Log Ber Kp 104 hat die einsatzbezogene Ausbildung (EBA) begonnen. Sie wissen noch nicht genau, welche Arten von Patienten sie behandeln werden. Dank ihrer Ausbildung sind sie aber für alle Fälle im Laufe ihrer Dienstleistung bereit. Die Sanitätskompanie 4 (San Kp 4), welche die Infrastruktur übernimmt, wurde ebenfalls einsatzbezogen ausgebildet. Obwohl vor allem Fälle von Unterkühlung, Alkoholmissbrauch oder Traumata und Frakturen nach Stürzen erwartet werden, sind die Soldaten auch dazu ausgerüstet und ausgebildet, mit ernsten, unvorhergesehenen Situationen umgehen zu können.

An jedem Ort sind die Sanitätssoldaten bereit. Sie werden von mehreren anwesenden Ärzten unterstützt, um die Organisation des Patientenflusses zu sichern. Dies insbesondere bei der Triage von Patienten, die eine Pflege benötigen. So sollen die dringendsten Fälle umgehend in Gesundheitseinrichtungen verlegt werden können.

Trotz aller Professionalität und Motivation der Truppe, den Besuchern zu helfen: Auch die Armee hofft, dass es für die Sanitäter möglichst wenig zu tun geben wird.

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Neues Kampfflugzeug

Die Beschaffung von 22 Flugzeugen des Typs Gripen E als Ersatz für die Tiger-Flotte ist im Mai 2014 vom Volk abgelehnt worden. Dieser Entscheid hat aber nichts am Bedürfnis für einen Ersatz der über 30-jährigen 53 F-5 Tiger geändert. Von aktuell 53 Jets sind Stand 21. November 2016 noch 26 im Einsatz. Hinzu kommt nun, dass auch der Ersatz der 30 F/A-18 angegangen werden muss. Diese sind zwar technisch auf der Höhe, kommen aber 2025 ans Ende ihrer zugelassenen Nutzungsdauer. Wenn ihre Nutzungsdauer um 5 Jahre verlängert werden soll, muss schätzungsweise eine halbe Milliarde Franken in die Jets investiert werden. Die Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen soll zudem mit einer ganzheitlichen Sicht auch das Verhältnis zur bodengestützten Luftverteidigung berücksichtigen.

Am 24. Februar 2016 informierte Verteidigungsminister Guy Parmelin den Gesamtbundesrat über die geplanten Vorbereitungsarbeiten zur Evaluation eines neuen Kampfflugzeuges. Ziel ist es, in der zweiten Jahreshälfte 2017 dem Parlament ein Kreditantrag zur Planung, Erprobung und Beschaffungsvorbereitung (PEB-Kredit) zu unterbreiten. Der Kreditantrag ist der formelle Beginn des Projekts für die Beschaffung eines neuen Kampfflugzeuges.

Experten sehen unmittelbaren Handlungsbedarf

Im April 2016 startete das VBS mit den Vorbereitungsarbeiten. Eine Expertengruppe mit Vertretern der relevanten Fachbereiche aus der Armee, der armasuisse und dem Generalsekretariat VBS wird dem Verteidigungsminister bis im Frühling 2017 die grundlegenden Fragen zu Bedarf, Vorgehen und industriellen Aspekten in einem Bericht beantworten und dabei auch die Zukunft der im Dienst stehenden F/A-18- und F-5-Kampfflugzeuge ansprechen. Wichtig ist Bundesrat Guy Parmelin dabei die ganzheitliche Sicht, auch unter Berücksichtigung des Verhältnisses zur bodengestützten Luftverteidigung. Die Arbeit der Expertengruppe wird von einer externen Gruppe begleitet, in der die im Bundesrat vertretenen Parteien mit je einem Mitglied, Vertreter des VBS und anderer Departemente sowie von Industrie und der Schweizerischen Offiziersgesellschaft Einsitz nehmen.

Die Expertengruppe arbeitet intensiv am Inhalt des Berichts und tauscht sich regelmässig mit dem Begleitgremium aus. Die Arbeiten sind auf Kurs, so dass der Bericht – wie geplant – im Frühling 2017 vorgelegt werden kann. Im Rahmen ihrer Arbeiten hat die Expertengruppe jedoch erkannt, dass für einige unmittelbar anstehende, zeitkritische Entscheide der eigentliche Bericht zu spät erscheinen wird. In einem am 21. November 2016 publizierten Kurzbericht gibt sie daher Empfehlungen zu diesen zeitkritischen Entscheiden ab.

Chef VBS stellt erste Weichen

Um die Handlungsfreiheit im Hinblick auf die in den 2020er Jahren anstehende Beschaffung zu wahren, hat der Chef VBS Guy Parmelin entschieden, die empfohlenen Massnahmen sofort einzuleiten, nämlich:

  • die Bereitstellung eines ersten Kredits von 10 Millionen für die Projektierung, Erprobung und Beschaffungsvorbereitung (PEB) des neuen Kampfflugzeugs, der den eidgenössischen Räten in der Armeebotschaft 2017 beantragt werden soll,
  • das Vorantreiben der Projektarbeiten für eine nächstens einzuleitende Nutzungsdauerverlängerung der F/A-18C/D (Kostendach max. 490 Mio. Fr.), um insbesondere über die Preisgestaltung Klarheit zu erlangen, bevor die Massnahme den eidgenössischen Räten nach Möglichkeit in der Armeebotschaft 17, spätestens aber in der Armeebotschaft 2018 beantragt wird und
  • einen vorläufigen Verzicht auf die Ausserdienststellung der F-5 Tiger, um gegebenenfalls zumindest einen Teil der Flotte über 2018 hinaus weiterbetreiben zu können.

Beschaffungsprozess dauert Jahre

Nach dem PEB-Kreditantrag soll gemäss gegenwärtiger Planung 2020 der Typenentscheid fallen, 2022 der Beschaffungskredit im Parlament beantragt und ab 2025 die neuen Flugzeuge geliefert werden.

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Bezirk Bremgarten: Projektil trifft Haus

Bern, 03.02.2017 – Am Dienstag schlug ein Projektil in ein Haus im Bezirk Bremgarten ein. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Der Ursprung des Projektils ist noch unklar. Es besteht allerdings der Verdacht, dass es aus einer Armeewaffe stammt. Aus diesem Grund hat die Militärjustiz Ermittlungen aufgenommen.

Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, 31. Januar 2017, am Nachmittag im Bezirk Bremgarten. Das Projektil durchschlug das Fenster einer Wohnung. Zu der Zeit befanden sich keine Personen in der betroffenen Wohnung. Es ist noch nicht klar, woher das Projektil kam. Es liegt allerdings der Verdacht nahe, dass es aus einer Armeewaffe stammen könnte. Die Militärjustiz hat die Ermittlungen aufgenommen, um den Vorfall zu untersuchen.

Eine lückenlose Aufklärung steht für die Armee an oberster Stelle. Ein Schiessplatz, welcher als möglicher Abgabeort in Frage kommt, wurde bis auf weiteres teilweise gesperrt. Aufgrund der laufenden Untersuchung können keine weiteren Auskünfte erteilt werden.

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VBS unterstützt die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2017

Bern, 02.02.2017 – Die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften finden vom 6. bis 19. Februar 2017 in St. Moritz statt. Die Schweiz steht dabei im Zentrum des internationalen Sportgeschehens. Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport unterstützt den Veranstalter, um einen unvergesslichen Sportanlass zu organisieren. Die Armee und der Zivilschutz stellen insgesamt rund 13‘000 Diensttage zur Verfügung. Mit einem Beitrag von 7,25 Millionen Franken an den WM-Organisator beteiligt sich das Bundesamt für Sport an den Kosten des Anlasses. Dazu kommen weitere Förderbeiträge und Dienstleistungen für Swiss-Ski.

Bereits zum fünften Mal finden die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften in St. Moritz statt. An den Wettkämpfen fahren rund 600 Athletinnen und Athleten aus 70 Nationen um 11 Medaillensätze. Der Anlass in den Schweizer Bergen wird in die ganze Welt übertragen und die  Schweiz als einzigartige Wintersportdestination präsentieren. Ein solcher internationaler Grossanlass kann nur mit dem nötigen Know-how von Fachleuten durchgeführt werden. Das VBS unterstützt die Organisatoren und stellt seine Erfahrungen zur Verfügung.

Die Armee erbringt zu Gunsten der Ski-Weltmeisterschaften Leistungen im Umfang von rund 10‘000 Diensttagen. Geleistet werden Arbeiten im Bereich des Auf- und Abbaus von Infrastrukturen und Bauten wie beispielsweise der Arena oder den Zuschauerplattformen. Dazu kommen Erdverschiebungen, Aufschüttungen, Schneeräumungen und Transporte. Zusätzlich werden Leistungen im Bereich Verkehrsregelung, der Rennorganisation sowie im Sanitätsdienst dazu kommen. In der Luft unterstützt die Armee die Kantonspolizei Graubünden während den Wettkämpfen mit Lufttransporten und Luftaufklärung. Dafür werden drei Helikopter eingesetzt: zwei EC635 sowie ein Super Puma. Zudem sind verschiedene Flugvorführungen der Patrouille Suisse und des PC-7 TEAM geplant, sowie Platzkonzerte der Militärmusik. Die Dienstleistungen werden nach VUM (Verordnung über die Unterstützung ziviler oder ausserdienstlicher Tätigkeiten mit militärischen Mitteln) zu Gunsten der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften in St. Moritz 2017 erbracht.

Für die Ski-Weltmeisterschaften erbringt auch der Zivilschutz umfassende Dienstleistungen, insbesondere im den Bereichen Bauten, Logistik und Sicherheit. Dazu gehören der Auf- und Abbau von Absperrungen und Beschilderungen, das Einrichten von Kamerastandorten, Transporte, das Einrichten und Abräumen von Parkplätzen sowie die Unterstützung der Kantonspolizei Graubünden bei der Verkehrsregelung. Insgesamt leisten die Spezialisten des Zivilschutzes für die Ski-WM knapp 3‘000 Diensttage. Im Einsatz stehen Zivilschutzorganisationen aus den Kantonen Graubünden, Zürich und St. Gallen. Der Einsatz des Zivilschutzes zugunsten der Gemeinschaft ist vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS bewilligt. Mit dem Einsatz an den Ski-Weltmeisterschaften werden Aufgaben und Führungstätigkeiten trainiert, die der Zivilschutz auch bei Katastrophen- und Notlagen übernimmt. Ausserdem wird dabei die interkantonale Zusammenarbeit trainiert und gestärkt.

Das Bundesamt für Sport BASPO unterstützt die Ski-Weltmeisterschaften mit einem einmaligen Betrag an den Organisator von insgesamt 3.5 Millionen Franken. Im Rahmen des Nationalen Sportanlagenkonzepts NASAK 4 wurden ausserdem 3 Millionen Franken für die Infrastruktur und 0,75 Mio. für Absperrmaterial zur Verfügung gestellt. Ebenfalls aus dem NASAK wurde Swiss-Ski in den letzten Jahren für die Beschaffung und Ergänzung von Pisten-Absperrmaterial unterstützt, das an den Weltcups und jetzt an den Alpinen Ski-Weltmeisterschaften gebraucht wird. Dazu kommen WM-bezogene Förderbeiträge an Swiss-Ski über die letzten drei Jahre für verschiedene Projekte. Am Nationalen Sportzentrum Magglingen profitieren Swiss-Ski und dessen Athleten ganzjährig von verschiedenen Dienstleistungen (Trainingsaufenthalt, Leistungstests, Regeneration und Rehabilitation) sowie im letzten Sommer von der erweiterten Kraftraum-Infrastruktur.

Bundesrat Guy Parmelin, Chef VBS, wird am Samstag, 11. Februar und am Sonntag 12. Februar für die beiden Abfahrten in St-Moritz anwesend sein. Der Chef der Armee, KKdt Philippe Rebord, besucht die Ski WM am Dienstag, 7. Februar 2017. Der Direktor BASPO, Matthias Remund wird am Montag 6. Februar, sowie am Freitag 10. Februar und am Samstag 11. Februar vor Ort sein.

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